Treppenlift Zuschuss – Wie ein Treppenlift noch günstiger werden kann

Die wohl günstigste Variante eines Lifts ist der Treppenlift. Es handelt sich hier um einen Schräglift, der als Sitzlift entlang der Treppe geführt wird. Auf dem Sitz kann eine Person transportiert werden. Falls ein Rollstuhlfahrer transportiert werden soll, gibt es eine ähnliche Liftart, den sogenannten Plattformlift. Auch dieser wird entlang einer Treppe geführt, es handelt sich dabei jedoch nicht um einen Sitz, der hinauf- und hinuntergefahren wird, sondern um eine Plattform, auf der ein Rollstuhl Platz findet.

Erfahren Sie hier mehr darüber, wie ein Treppenlift installiert werden kann, welche Kosten entstehen und vor allem, welche Zuschüsse es gibt, damit ein Treppenlift für jeden erschwinglich wird.

Wovon hängt es ab, wie teuer ein Treppenlift wird?

Die Kosten für einen Treppenlift hängen in erster Linie von der Form der Treppe ab. Bei geraden Treppen mit viel Platz wird der Preis für den Lift wesentlich günstiger ausfallen, als wenn kurvenreiche Treppen zu überwinden sind. Enge Treppenhäuser mit wenig Platz zum Ein- und Aussteigen benötigen öfter aufwendige Sonderanfertigungen, was den Lift teurer macht. Treppenlifte, die mehrere Etagen überwinden, sind teurer, als wenn nur wenige Stufen oder Etagen zu überwinden sind.

Verschiedene wählbare Ausstattungsvarianten des Lifts wie z.B. diverse Stoffe für den Sitz, Fernbedienung oder Notruf können den Preis ebenfalls erhöhen.

Welcher Preisrahmen gilt für Treppenlifte und Plattformlifte?

Ein Treppenlift kostet ab ca. 4.500 Euro. Dieser Preis gilt für einen Lift, der eine Etage bei geraden Treppen überwindet und ohne Sonderanfertigen auskommt. Falls es sich um eine gewundene Treppe handelt, beginnen die Preise bei ca. 11.000 Euro. Falls mehrere Etagen zu überwinden sind, können es auch 17.000 bis 26.000 Euro werden, je nach Treppenform.

Die Preise für Plattformlifte beginnen bei ca. 13.000 Euro und können bei gewundenen Treppen auch 16.000 Euro erreichen, bei mehreren Etagen dann auch entsprechend mehr. Falls mehrere Etagen zu überwinden sind und das Treppenhaus so verwinkelt ist, dass der Einbau sehr aufwendig wird, kann auch über die Installation eines Homelift nachgedacht werden. Dies ist ein Senkrechtlift, der sehr platzsparend eingebaut werden kann und Personen, Rollstühle, Kinderwagen und schwere Lasten auch über mehrere Etagen bequem transportieren kann.

Lassen Sie sich von einem Fachberater unbedingt die Kosten für Treppenlift und Plattformlift (und bei Bedarf für einen Homelift) für Ihre Anforderung kalkulieren. Danach können Sie entscheiden, ob eher ein Treppenlift oder ein Plattformlift in Frage kommt. Denken Sie bei der Entscheidung unbedingt auch langfristig: Ein Sitzlift ist nur für Menschen geeignet, die sich noch selbständig auf den Sitz setzen können. Ist absehbar, dass irgendwann ein Rollstuhl benötigt wird, ist ein Plattformlift die bessere Wahl, da dieser auch Rollstühle, Rollatoren sowie schwere Gegenstände und Kinderwagen transportieren kann. Auch auf einem Plattformlift kann ein Klappsitz installiert werden, der einen Transport im Sitzen für Menschen ohne Rollstuhl ermöglicht.

Falls ein Lift im Außenbereich benötigt wird, bieten sich dafür Plattformlifte und Hublifte an. Diese gibt es in wetterfester Ausführung. Ein Treppenlift als Sitzlift ist auch für den Außenbereich möglich.

Gibt es laufende Kosten bei einem Treppenlifts?

Die laufenden Kosten für einen Treppenlift sind recht gering. Der Lift wird mit Haushaltsstrom betrieben, wobei der Stromverbrauch gering ist – ungefähr so viel wie für eine 60-Watt-Glühbirne.

Treppenlifte sind robust und wartungsarm, trotzdem sollte man eine regelmäßige Wartung einplanen, diese kostet ca. 300 Euro. Weitere Informationen zu Wartung und zu Wartungsverträgen gibt es hier.

Ansonsten fallen keine Kosten für die Pflege an, hin und wieder mit einem Tuch abwischen reicht aus.

Muss ich für Beratung und Montage extra zahlen?

Die telefonische Beratung ist kostenlos. Darüber hinaus ist für Kunden der Termin vor Ort zur Prüfung der baulichen Voraussetzungen inklusive der daraus folgenden Vorschläge und Preisangebote selbstverständlich kostenlos. In den Preisen für den Lift sind Planung und Montage enthalten, dafür fallen keine Extrakosten an.

Da für einen Treppenlift in der Regel keine baulichen Veränderungen notwendig sind, ist der Preis für den Lift für den Kunden der Endpreis.

Wo kann ich Zuschüsse für einen Treppenlift beantragen

Zuschüsse für einen Treppenlift können an verschiedenen Stellen beantragt werden – jedoch muss man sich vorher für eine Art der Förderung entscheiden. Es sind in der Regel keine Kombinationen der verschiedenen Zuschüsse möglich. Dies gilt vor allem für die Kombination aus Zuschüssen durch die Pflegekassen und Zuschüssen von der KfW. Hier ist definitiv nur eine der Förderungen möglich. Bei individuellen regionalen Förderungen mag es Ausnahmen geben, diese müssten Sie aber gezielt nachfragen.

Grundsätzlich gibt es folgende Stellen, die Zuschüsse zu Treppenliften zahlen: Pflegekassen, KfW, verschiedenen Institutionen und einzelne regionale Stellen.

Tipp: Es ist auch möglich, das monatlich gezahlte Pflegegeld (ganz oder teilweise) zusätzlich für Einbau und Wartung eines Treppenlifts zu nutzen.

Wie hoch sind die Zuschüsse für einen Treppenlift?

Die Höhe der Zuschüsse hängt davon ab, welche Voraussetzungen von den Antragstellern erfüllt werden und wo die Zuschüsse beantragt werden.

Zuschüsse von Pflegekassen – Pflegekostenzuschuss

Die Pflegekassen zahlen bis zu 4.000 Euro pro Person an Zuschüssen, falls ein Lift (egal welche Art von Lift) eingebaut wird. Voraussetzung für den Antrag ist das Vorliegen einer Pflegestufe, dabei ist es unerheblich, welche Pflegestufe genau vorliegt, die Förderung wird ab Pflegestufe 1 gewährt. Besonders lohnenswert ist der Antrag bei der Pflegekasse, falls mehrere Berechtigte mit Pflegestufe in einem Haushalt wohnen, dann kann auch mehrmals der Zuschuss (für den gleichen Lift) beantragt werden. Insgesamt sind so bis zu 16.000 Euro an Zuschüssen möglich.

Zuschüsse & Darlehen der KfW – Barrierereduzierung

Seit 2020 können sowohl Immobilienbesitzer als auch Mieter – unabhängig vom Alter – wieder Anträge gemäß dem Programm „Barrierereduzierung – Investitionszuschuss – 455-B“ * stellen. Die Fördermittel wurden erhöht auf insgesamt 100 Millionen Euro. Anträge sind vor Beginn des Bauvorhabens online zu stellen.

*Die Fördermittel für Barrierereduzierung sind für 2021 bereits aufgebraucht. Bitte beachten. Ab 2022 wird es voraussichtlich neue Fördermittel geben.

Zuschüsse von Ämtern & Institutionen zur Barrierefreiheit

Seit 2015 ist es möglich, Wohn-Riester für den Einbau von Treppenliften zu nutzen. Darüber hinaus gibt es in manchen Bundesländern weitere gezielte Fördermaßnahmen, die die Herstellung von Barrierefreiheit im Wohnumfeld unterstützen. Fragen Sie dazu unbedingt bei den entsprechenden Ämtern nach und beziehen Sie sich auf das Gesetz zur sozialen Wohnraumförderung.

Falls die Beeinträchtigungen, die den Einbau eines Treppenliftes notwendig machen, aufgrund von Arbeitsunfällen, Verkehrsunfällen oder Wehrdienstverletzungen entstanden sind, kann eine Förderung durch die Berufsgenossenschaften (bei Arbeitsunfällen), Haftpflichtversicherungen (bei Verkehrsunfällen) oder durch die Landeswohlfahrtsverbände (bei Kriegs- oder Wehrdienstverletzungen) erfolgen.

Zuschüsse von regionalen Stellen zur Barrierefreiheit

Manche regionalen Stellen bieten verschiedene Förderungen zum barrierefreien Ausbau von Wohnungen oder Gebäuden an. Erkundigen Sie sich unbedingt bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung, ob es solche Angebote auch in Ihrer Region gibt.

Steuerliche Vorteile bei Einbau eines Treppenliftes

Die Kosten, die nicht in Form von Zuschüssen übernommen werden, können steuerlich als “Außergewöhnliche Belastungen” geltend gemacht werden in der Einkommensteuererklärung. Voraussetzung ist, dass bei einer Person im Haushalt eine Beeinträchtigung vorliegt, die den Einbau notwendig macht. Dies kann auch durch ein Attest belegt werden.

Wann muss ich die Zuschüsse beantragen?

Alle Zuschüsse müssen vor Beginn des Einbaus beantragt sein. Kümmern Sie sich daher so früh wie möglich um die Beantragung, damit Sie keine Fristen versäumen und es nachher nicht an den Formalitäten scheitert.

Ich wohne in einer Mietwohnung – kann der Vermieter den Einbau eines Treppenliftes verbieten?

Treppenlifte oder Plattformlifte werden oft gewählt, wenn es sich um Mietwohnungen handelt, da die Kosten überschaubar sind. Falls die Stufen im Treppenhaus die einzige Barriere sind, lohnt sich die Investition, da so ein teurer und aufwendiger Umzug in eine ebenerdige Wohnung vermieden werden kann. Außerdem ist ein Treppenlift oft die einzige Möglichkeit, in der gewohnten Umgebung zu bleiben, da das Angebot an ebenerdigen oder barrierefreien Wohnungen nicht sehr groß ist.

Durch das neue WEG-Gesetz ist es inzwischen auch kaum noch möglich, den Einbau von Liften zu verbieten. Darüber hinaus könnte es sich lohnen, mit dem Vermieter darüber zu reden, ob er nicht die Kosten übernehmen möchte. Wohnungen mit barrierefreiem Zugang nutzen schließlich allen (auch z.B. Familien mit kleinen Kindern und Kinderwagen) und in Zukunft werden Immobilien dieser Art zunehmend nachgefragt werden. Treppenlifte und andere Liftarten können daher auch den Wert einer Immobilie steigern.

Fazit

Nutzen Sie die Zuschüsse für Treppenlifte, die von diversen Stellen angeboten werden, um die Finanzierung Ihres Liftes zu erleichtern. Lassen Sie sich unbedingt vorher eingehend beraten, welche Art von Zuschuss für Ihren individuellen Fall am besten passt. Denken Sie auch daran, dass alle Anträge vor der Montage gestellt werden müssen.

Melden Sie sich gerne bei uns und vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch, wenn Sie mehr über Treppenlifte erfahren möchten. Dies ist für Sie selbstverständlich kostenlos!

Rufen Sie uns an – Wir helfen Ihnen gerne!

Frau Langen

Ihre Ansprechpartnerin

Heike Langen

Assistentin der Geschäftsleitung
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