Perfekta Lift
Überbau Aufzug – Schachtkopf2025-12-17T20:15:31+01:00

Überbau Aufzug – Schachtkopf

Der Raum oberhalb der Aufzugskabine bzw. der Plattform wird auch als Überbau, Kopfraum oder Schachtkopf bezeichnet. Je nach Art des Aufzugs wird für den Überbau mehr oder weniger Platz benötigt.

Definition Überbau Aufzug

Der Überbau eines Aufzugs (auch Schachtkopf oder Kopfraum genannt) bezeichnet den Bereich über der höchsten Haltestelle, der für technische Komponenten wie beispielsweise Antrieb, Führungsschienen, Sicherheitseinrichtungen und Bewegungsfreiheit genutzt wird und gleichzeitig sicherstellt, dass der Lift beim Erreichen der obersten Etage genügend Sicherheitsreserve und Freiraum hat, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten.

Platzbedarf Überbau bei unterschiedlichen Aufzugsarten

Je nach Art des Lifts sind unterschiedliche technische Herausforderungen zu erfüllen und entsprechend entsteht ein jeweils unterschiedlicher Platzbedarf für den Überbau.

Überbau bei klassischen Aufzügen

Klassische Aufzüge sind in der Regel mit Seil- oder Hydraulikantrieb ausgestattet, werden in einen Aufzugschacht eingebaut und benötigen einen großen Überbau.

  • Der Kopfraum beträgt häufig 3,5 m bis 4,0 m über der obersten Haltestelle.
  • Der Schachtkopf bietet Platz für die Antriebseinheit, für Umlenkrollen sowie für weitere Schachtkopfkomponenten.
  • Dazu kommt der Platzbedarf für notwendige Sicherheitsbereiche für Monteure bei Wartung und Inspektion.
  • Strenge technische Normen (z. B. DIN EN 81) müssen erfüllt werden.
  • Der Überbau ist somit ein wesentlicher Bestandteil des Aufzugsschachts und beeinflusst maßgeblich die Höhe des Schachts und die Gesamthöhe des Gebäudes, häufig ist der Schachtkopf als Aufbau auf Flachdächern ersichtlich.

Überbau bei Homeliften

Homelifte können ohne vorhandenen Aufzugsschacht eingebaut werden und benötigen zudem deutlich geringere Kopfhöhen.

  • In vielen Fällen reicht ein Überbau von ca. 2,20 m bis 2,50 m Gesamtschachthöhe, dies entspricht in der Regel der normalen Deckenhöhe.
  • Der Schachtkopf ist kompakter, da die Antriebstechnik häufig im Liftsystem integriert ist, z.B. im Boden des Aufzugs, mit der Steuerung an der Seitenwand des Lifts.
  • Ein separater Maschinenraum ist bei Homeliften nicht notwendig.
  • Homelifte eignen sich daher insbesondere für Wohnhäuser mit einer Förderhöhe von maximal etwa 15 Metern, die über keinen Aufzugschacht verfügen und in die kein hoher Schacht eingebaut werden kann oder soll.

Überbau bei Hubliften

Hublifte bewegen sich lediglich über recht kurze Distanzen, bis zu maximal 2,99 m Förderhöhe. Sie benötigen daher kaum oder keinen klassischen Überbau.

  • Ein Hublift ist nach oben offen und ohne klassische Kabine konstruiert, ein Kopfraum ist daher kaum bzw. nicht notwendig.
  • Die obere Endposition bietet automatisch ausreichenden Freiraum über der Plattform.
  • Sicherheitsreserven werden seitlich oder in der Hubmechanik realisiert.
  • Ein Hublift kann daher auch in Gebäuden mit begrenzter Raumhöhe installiert werden.

Treppenlifte und Plattformlifte benötigen keinen Überbau

Treppenlifte als Sitzlifte und Plattformlifte, die, als Schrägaufzüge entlang von Treppen geführt werden, benötigen keinen Überbau!

Dies liegt daran, dass:

  • Die Technik der Fortbewegung entlang der Führungsschienen geführt wird.
  • Der Bewegungsablauf seitlich entlang der Treppe stattfindet.
  • Kein vertikaler Transport in einem Schacht nach oben erfolgt.

Die Notwendigkeit eines Kopfraums entfällt damit vollständig.

Fazit

Der Überbau eines Aufzugs bestimmt maßgeblich den Platzbedarf und den Umfang der Baumaßnahmen beim Einbau eines Lifts. Homelifte weisen hier einen enormen Vorteil auf, da sie kaum Überbau benötigen. Treppenlifte als Sitzlift und Plattformlifte kommen sogar komplett ohne Überbau aus, das Gleiche gilt im Grunde genommen für den Hublift, da dieser nach oben offen konzipiert ist. Die räumlichen Gegebenheiten und der Platzbedarf für den Überbau beeinflussen insgesamt die Wahl der passenden Aufzugsart, daher sollte der Aspekt des Schachtkopfs im Vorfeld beachtet werden.

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Heike Langen

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