Ambulante Pflege – wichtige Tipps
Definition
Die ambulante Pflege bezeichnet die pflegerische und hauswirtschaftliche Versorgung von hilfsbedürftigen Menschen in ihrer eigenen häuslichen Umgebung. Sie ermöglicht es Pflegebedürftigen, trotz Einschränkungen weiterhin selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu leben. Ziel der ambulanten Pflege ist es, den Alltag zu erleichtern, die Selbstständigkeit so weit wie möglich zu erhalten und die Lebensqualität zu sichern.
Unterschied zur stationären Pflege
Im Gegensatz zur stationären Pflege, bei der Pflegebedürftige in einer Pflegeeinrichtung (wie z.B. einem Pflegeheim) dauerhaft untergebracht sind, findet die ambulante Pflege im privaten Wohnumfeld statt. Sie ist meist individueller gestaltet, erfordert aber entsprechende Unterstützungsstrukturen im häuslichen Bereich, sowohl in der Anpassung der räumlichen Gegebenheiten als auch in personeller Hinsicht.
Wichtige Unterstützungsfaktoren der ambulanten Pflege
Damit ambulante Pflege gelingt, sind vor allem folgende Aspekte zu klären:
Professioneller Pflegedienst
Ambulante Pflege wird häufig von Angehörigen übernommen. Ergänzend oder hauptsächlich können jedoch auch professionelle Leistungen genutzt werden. Ein zentraler Bestandteil ist der Einsatz eines ambulanten Pflegedienstes. Hier übernehmen Pflegefachkräfte sowohl die Grundpflege (Körperpflege, Ankleiden, Ernährung) als auch die Behandlungspflege (z. B. Medikamentengabe, Verbandswechsel, Anlegen von Stützstrümpfen). Die Pflegedienste suchen die Pflegebedürftigen regelmäßig und bei Bedarf mehrmals täglich auf. Darüber hinaus können hauswirtschaftliche Leistungen ebenfalls durch professionelle Anbieter erbracht werden.
Kurzzeitpflege
Falls Angehörige entlastet werden sollen (z.B. bei Urlaubsreisen oder eigener Erkrankung) oder falls vorübergehende Betreuungslücken entstehen (z. B. nach einem Krankenhausaufenthalt), kann Kurzzeitpflege in einer stationären Einrichtung in Anspruch genommen werden, die Kosten werden bei Vorliegen einer Pflegestufe von den Pflegekassen übernommen. Die Kurzzeitpflege ergänzt die ambulante Versorgung zeitlich befristet und ermöglicht eine Rückkehr in die eigene Wohnung.
Lifte einbauen & Mobilität sichern
Um das Wohnumfeld sicher zugänglich zu halten, können Lifte eingebaut werden. Hier gibt es verschiedene Arten und Einbaumöglichkeiten:
- Homelifte
Homelifte werden auch als “Kleine Aufzüge” bezeichnet und können nachträglich ohne vorhandenen Aufzugschacht eingebaut werden. Dies ist sowohl im Innenbereich als auch im Außenbereich möglich. Homelifte sind daher die optimale Lösung für Einfamilienhäuser oder Mehrgenerationenhäuser. Bis zu maximal 15 Metern Höhenunterschied können mit diesen Liften komfortabel überwunden werden und auch Rollstuhlfahrer können sicher transportiert werden. - Treppenlifte
Bei einem Treppenlift handelt es sich um einen Sitzlift, der entlang von Treppen eingebaut wird und eine Person sitzend transportieren kann. Der Einbau ist unproblematisch und auch kurzfristig in fast jedem Treppenhaus möglich. - Plattformlifte
Bei einem Plattformlift handelt es sich um einen Rollstuhllift, der zudem Personen, Lasten, Einkäufe und Kinderwagen transportieren kann. Diese Art von Lift wird ebenfalls entlang von Treppen geführt. - Hublifte
Ein Hublift transportiert auf einer nach oben offenen Plattform sowohl Personen als auch Rollstuhlfahrer und schwere Lasten über maximal 2,99 Meter Höhenunterschied. Diese Art von Lift gilt als sehr robust und wird häufig im Außenbereich (z.B. im Hauseingangsbereich) eingesetzt, um dort Stufen zu überwinden.
Barrierefreie Wohnraumgestaltung
Ein barrierefreier Wohnraum ist Voraussetzung für Sicherheit und Selbstständigkeit im Alter und bei Mobilitätseinschränkungen. Daher sollten möglichst folgende Bedingungen erfüllt sein:
- Stufenlose Zugänge und breite Türen
- Rutschfeste Böden
- Haltegriffe im Bad
- Bodengleiche Duschen
- Gut erreichbare Lichtschalter und Steckdosen
- Keine Stolperfallen
- Ausreichende Bewegungsspielräume vor Durchgängen und Türen für Rollstühle & Rollatoren
Mehr Informationen & Tipps zur Schaffung einer barrierefreien Wohnumgebung finden Sie hier.
Rollator oder Rollstuhl
Mobilitätshilfen, wie ein Rollator oder Rollstuhl, ermöglichen pflegebedürftigen Menschen Bewegung im häuslichen Bereich und außerhalb ihrer eigenen vier Wände. Diese Hilfsmittel werden bei Bedarf von den Pflegekassen zur Verfügung gestellt bzw. bezuschusst. Sie sollten auf die individuellen körperlichen Bedürfnisse abgestimmt und regelmäßig überprüft werden.
Pflegebetten
Ein spezielles Pflegebett bietet Funktionen wie Höhenverstellung, Seitengitter und verstellbare Liegeflächen. Es erleichtert die Pflege, bietet Komfort für den Pflegebedürftigen und beugt gleichzeitig Haltungsschäden bei Pflegekräften vor. Auf Antrag kann die Pflegekasse ein solches Bett bereitstellen.
Weitere wichtige Aspekte der ambulanten Pflege
Damit ambulante Pflege gelingt, sollten folgende Faktoren ebenfalls berücksichtigt werden:
- Pflegehilfsmittel
Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Bettschutzeinlagen usw. sind wichtig für eine hygienische und professionelle Pflege. Lassen Sie sich diesbezüglich unbedingt beraten. Die Kosten für diese Hilfsmittel werden häufig von den Pflegekassen übernommen. - Angehörigenpflege
Schulungen und Beratungsangebote unterstützen pflegende Angehörige, die durch die Pflege schnell überlastet sein können. - Pflegeberatung
Pflegeberater*innen helfen bei der Organisation der Pflege, bei allen Antragstellungen und bei der Auswahl geeigneter Leistungen. - Hausnotrufsysteme
Für Notfälle sorgen Notrufgeräte für zusätzliche Sicherheit. Erkundigen Sie sich, welcher Träger welche Leistungen anbietet. - Soziale Teilhabe
Tagespflegeangebote, Besuchsdienste oder Nachbarschaftshilfe können Einsamkeit vorbeugen, die Lebensfreude erhöhen und gleichzeitig die pflegende Person entlasten.
Fazit
Ambulante Pflege bietet Pflegebedürftigen die Möglichkeit, ein weitgehend selbstbestimmtes Leben in vertrauter Umgebung zu führen. Sie erfordert jedoch ein gut abgestimmtes Zusammenspiel professioneller Dienste, baulicher Maßnahmen, technischer Hilfsmittel und sozialer Unterstützung. Mit der richtigen Planung kann ambulante Pflege nicht nur Sicherheit und Lebensqualität erhöhen, sondern auch eine echte Alternative zur stationären Versorgung darstellen. Mit den Liften von Perfekta Lift unterstützen wir gerne den Wunsch von pflegebedürftigen Menschen nach einem Verbleib in den eigenen vier Wänden!

Ihre Ansprechpartnerin
Heike Langen
Assistentin der Geschäftsleitung
Tel: (0 21 82) 88 60 60
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